Lyrik & Prosa

Gänge

Cover »Gänge«

Peter Michelsen

Gänge

112 Seiten
Klappenbroschur
ISBN 978-3-932005-64-0
LP 12,80 €

In langer Dunkelheit
langsam gemessenen Schritts
gelang ich bald ans Ziel.
Es dämmert schon. – Schattengewächse
wähl ich am Weg. Fällt auch
kein Stern vom Himmel ohne Glanz:
Ins Unbetretene tragen mich die Träume
in Schattens Abhang und in Sommers Dürre.
Unstete Stille lagert im Geviert.
Über dünne Sichel herrscht
des Mondes Halb-Gesetz.
Wenn Wind durchkämmt die winterkahlen Bäume,
verhallen Schritte in der weiten Nacht –
gewohnten Weges ungewohnte Wendung.

Peter Michelsen

Peter Michelsen bei der Vorbereitung einer Rede 2007. Foto © Martina Michelsen

© Martina Michelsen

Vorbereitung einer Rede, 2007

Peter Michelsen

  • 1923 geboren in Mölln
  • 2008 gestorben in Wilhelmsfeld bei Heidelberg
  • 1941 Abitur
  • Kriegsdienst bis 1945
  • Studium der deutschen Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte in Göttingen
  • 1951 Promotion über »Friedrich Hebbels Tagebücher«
  • 1953 Heirat mit der Schauspielerin Lilo Walter
  • zwei Kinder
  • 1952–1954 Lektorat in Aberystwyth, Wales
  • 1957-1959 Professur in Halifax
  • 1960 Habilitation in Göttingen mit »Laurence Sterne und der deutsche Roman des 18. Jhs.«
  • 1963 Professur an der TH Braunschweig
  • 1967–1988 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Rotzeit

Cover »Verlängerte ROTzeit«

Barbara Ming

Verlängerte ROTzeit

112 Seiten
Klappenbroschur
ISBN 978-3-932005-67-1
LP 13,80 €

An einer Ampel mit Verlängerter ROTzeit bekam Barbara Ming die Idee zu ihrem neuen Buch: »Mich mit der erzwungenen Entschleunigung zu beschäftigen und zugleich mit all dem, wofür die Farbe Rot symbolhaft steht, ließ mir bald keine Ruhe mehr.« Lesen Sie einen Textauszug

Barbara Ming

Barbara Ming

Barbara Ming

  • 1946 geboren in Düsseldorf.
  • Zahlreiche Veröffentlichungen, Edition ERA, Anthologien, Literaturzeitschriften.
  • Zahlreiche Preise, darunter 2003 Ratinger Frauenkulturpreis für Literatur.
  • Barbara Ming ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller (VS) und Vorsitzende des Literaturkreises ERA e. V.

heißen Sie Humboldt?

Cover »heißen Sie Humboldt?«

Barbara Ming

heißen Sie Humboldt?

Gedichte

104 Seiten
Broschur
ISBN 978-3-932005-55-8
LP 13,80 €

heißen Sie Humboldt?

Barbara Ming hat sich in ihrem Poesie­gebäude traum­haft eingerichtet. In ihrem Haus wohnt die Liebe mit den Kindern Glück, Zweifel, Abschied.
Zeitgeister, von Satiren verfolgt, laufen gegen Wände und die Autorin bemalt während ihrer selbst­ironischen Wahrheits­suche ihr Zuhause mit unvergess­lichen Sprach­bildern. Margot Schroeder

Alltäglichkeiten absurd

Künstlerinnen-Bücher von Barbara Ming und Roswitha Riebe-Beicht sind gute Bei­spiele für Seelen­verwandschaft. Beim Blättern der Bücher verwundert es fast, dass Gedichte und Zeichnungen unabhängig voneinander entstanden sind und lange bevor die beiden Künstlerinnen sich kennenlernten. Was Barbara Ming sieht und be­ob­achtet, bringt sie gerne in neue Wort- und Satz­gefälle. Oft mit einem listigen Augen­zwinkern. Roswitha Riebe Beicht zeichnet und malt mit einem ebensolchen listigen Augen­zwinkern die Doppel­deutig­keiten des Alltags. Niemand könnte in der Atmosphäre von Barbara Mings absurden Begebenheiten besser gedeihen als etwa Roswithas Mönch, Frau und Höllenhund oder Die Königin im Bade oder Das bucklige Männlein. tollhauskirsch bietet Raum für einen Dialog zwischen derlei Gestalten und den mal augenzwinkernden, mal sarkastischen Wortgeweben um Gemischte Gefühle, um Einen verhagelten Tag und Traumtänze. Barbara Ming und Roswitha Riebe-Beicht sind Finderinnen, und zwar »wo sonst als im Alltag?«

tollhauskirsch

Cover »tollhauskirsch«

Barbara Ming

tollhauskirsch

Vorwort Nora Eugenie Gomringer
Radierungen Roswitha Riebe-Beicht

128 Seiten
Broschur, 16 × 22 cm
10 Abbildungen
ISBN 978-3-932005-41-1
LP 16,80 €

Das Schöne und Ungewohnte an Barbara Mings Gedichten ist die spottlose, direkte, sehr sprachfeine Ehrlichkeit, mit der sie ihre Themen behandelt. Nach »Kaffeesätze« ist »tollhauskirsch« der zweite Lyrikband von Barbara Ming, den Roswitha Riebe-Beicht mit Radierungen »schattiert« hat: zwei Frauen in künstlerischem Dialog, wobei eine allein bereits einen spannenden und bereichernden Monolog böte. Die graphi­schen Arbeiten unterstützen die Worte der Dichterin, kommentieren manchmal, zwinkern den Texten zu. Nora-Eugenie Gomringer

BernSteinBeißer

Cover »BernSteinBeißer«

Barbara Ming

BernSteinBeißer

Satiren und Erzählminiaturen

140 Seiten
Broschur
ISBN 978-3-932005-37-4
LP 16,— €

»Was sind ›Bern­stein­beißer‹? Fische sind es jeden­falls nicht. Wer jemals Spazier­gänger an Ost­see­stränden beobachtet hat, der weiß, was gemeint ist: Menschen, die sich bücken, etwas aufheben und darauf beißen. Bernstein oder nur Stein? Nachgiebig oder hart?«
Soweit Barbara Ming selbst zu ihrem Text, der dem Buch den Titel gab und den Themen­rahmen. Es versammelt Skurriles und Nach­denkliches – ihre Reflexe auf das, was sie im Alltag erlebt und beobachtet, nirgendwo sonst.

Roswitha Riebe-Beicht

Roswitha Riebe-Beicht

Roswitha Riebe-Beicht

  • 1950 geboren in Straubing.
  • Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste in München
  • 1. und 2. Staatsexamen.
  • 1998 und 2000 Gastkünstlerin an amerikanischen Universitäten.
  • 2001 Ratinger Frauenkulturpreis für bildende Kunst
  • Zahlreiche Ausstellungen
  • Sie lebt und arbeitet in Ratingen.

fallambula

Cover »fallambula«

Barbara Ming

fallambula

Erzählminiaturen

160 Seiten
Klappenbroschur, 13,5 × 17 cm
ISBN 978-3-932005-49-7
LP 16,— €

fallambula …

… klingt wie eine Zauber­formel, wie ein Sesam-öffne-Dich. Wer jemals in einem Kranken­haus­gang vor der Tür zu einer Not­fall­ambulanz gesessen hat, wer sich daran erinnert, wie das war, als man dort auf dem Stuhl hockte und auf das Öffnen einer Tür wartete – der spürt schon beim Titel dieses Buches, dass gleich etwas passieren wird. fallambula ist ein Sesam-öffne-Dich! Da erhebt sich zugleich die Frage, wer ist eigentlich krank? Und ist überhaupt jemand krank? Haben wir es in den 40 Erzähl­minia­turen nicht vielmehr mit sehr durchbluteten, sehr lebensintensiven Menschen zu tun, denen wir für eine Weile unsere Aufmerk-samkeit schenken? Mit kerngesunden geraden und schrägen Typen, die wir sogar gerne kennenlernen würden? Barbara Ming

Die geraden und die schrägen Typen der Patricia Willan

Bild: Patricia Willan Bild: Patricia Willan Bild: Patricia Willan

Patricia Willan

Patricia Willan

  • Geboren 1982 in Allenstein (Polen), aufgewachsen für vier Jahre in Kiew (damals Sowjetunion). Seit 1988 in Deutschland.
  • Abitur in Ratingen.
  • Von 2004 – 2008 Studium der Bildenden Kunst an der Kunst­akademie AKI Enschede. Abschluss: Bachelor of Fine Arts.
  • 2008 Siegerarbeit zur Aus­schreibung »Gestaltung der Bibliothek der Universität Twente« mit ihrem Zyklus »Köpfe«. Arbeiten: Lack auf Folie/Karton/Papier.
  • Sie lebt und arbeitet in Berlin

Eigentlich wollte ich arbeiten

Cover »Eigentlich wollte ich arbeiten«

Hartmut Krug

Eigentlich wollte ich arbeiten

Erzählungen

152 Seiten
Klappenbroschur
ISBN 978-3-932005-54-1
LP 17,— €

Eigentlich wollte ich arbeiten

Ich schreibe also bin ich

Schreiben? Ja! Aber warum? Und worüber? Wo nimmt einer all die Geschichten her, aus denen seine Lieder, Gedichte und Geschichten sind?

Er läuft mit offenen Augen, Ohren und offenem Herzen durch diese unsere Welt. Die emotionale Seite ist schwer zu erklären, weil wichtig. Das Entscheidende ist, dass die Dinge einen berühren, damitaus Gesehenem, Gehörtem oder Erlebtem Text wird.

Logisch. Wenn es aber angefangen hat, das Schreiben, ja, es fängt an, dann ist die Einheit von Inhalt und Form kein dröger Spruch der Deutschstunde, sondern Natur­gesetz. Wenn auch subjektiv. Für eine kleine, kecke Situation ist ein Sonett ausreichend, auch wenn hier schon Musik im Spiel ist. Bei einer Geschichte, die in eine Ballade passt, schwirrt meist eine Melodie nebenher, das werden Lieder und bei komplexen Ereignissen werden es eben kurze und kürzere Geschichten. Ein Roman? So etwas Gewaltiges ist mir noch nicht begegnet. Hartmut Krug

Hartmut Krug

Hartmut Krug

Hartmut Krug

  • Geboren 1961 in Thüringen
  • Schauspielstudium an der Hoch­schule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam-Babels­berg
  • Erste Texte 1983
  • Debüt als Lieder­macher 1986
  • Wegen der behan­delten »DDR-Tabu­themen« Bespitzelung durch die Stasi
  • Auftritts­verbot für staat­liche Ein­richtungen der DDR 1988
  • Konzerte in Kirchen und kirch­lichen Ein­richtungen bis 1989
  • Engagements an Theatern in Deutschland und der Tsche­chischen Republik als Schau­spieler, Regisseur und Über­setzer
  • Neben der Theaterarbeit freier Autor und Liedermacher
  • Lebt heute in Dresden

Von der Notwendigkeit der Poesie

Einen wichtigen Impuls verdankt der Arachne Verlag dem niederländischen Kunsthistoriker und Dichter Wouter Kotte. Gestartet haben wir mit einer Reihe, in der sich seine Gedichtzyklen mit Bildern zeit­genös­sischer Künstler begegnen. Radierungen von Alfred Hrdlicka, die physische und psychische Extremzustände zeigen, geben den stark zwei­felnden Texten in »Die zweite Sintflut« Recht. Robert Hartmanns Holzschnitte kommen aus dem Dunklen, ebenso wie die schwere Gedankenlyrik in »Die blinde Sonnenuhr«. Die heiter gezeichneten Fabeln von Ulrike Zilly bilden den Kontrapunkt zu den fein ziselierten »Ziemlichen Gedichten«. Werner Räubers rote Herzen verleihen den Wortbildern der Liebe in »Blueberry hill« Nachdrücklichkeit. Kottes Vermächtnis an den Arachne Verlag ist die Über­zeugung von der Not­wendig­keit der Poesie. Nach den vier Bänden folgten die Künstlerinnenbücher »Kaffeesätze«, »tollhauskirsch«, »Bernsteinbeißer« im Verlagsprogramm.

Die blinde Sonnenuhr

Cover »Die blinde Sonnenuhr«

Wouter Kotte

Die blinde Sonnenuhr

Mit 6 Holzschnitten von Robert Hartmann

Broschur
ISBN 3-932005-05-8
LP 13,— €

Robert Hartmann: In Tenebris 1 (1998)

Robert Hartmann: In Tenebris 1
Holzschnitt (1998)

22 ziemliche Gedichte

Cover »22 ziemliche Gedichte«

Wouter Kotte

22 ziemliche Gedichte

Mit 8 Kaltnadelradierungen von Ulrike Zilly

Broschur
ISBN 3-932005-08-2
LP 12,— €

Ulrike Zilly: Begegnung (1998)

Ulrike Zilly: Begegnung (1998)
Kaltnadelradierung 11,8 × 12,9 cm

Wouter Kotte

Wouter Kotte

Wouter Kotte

  • 1933 Arnheim – 1998 Düsseldorf
  • Geschichts- und Kunstgeschichtsstudium.
  • Direktor des Museums für Gegenwartskunst in Utrecht

Mit seiner »Erziehungswerkstatt für zeitgenössische Kunst« erwarb er dem Museum internationale Anerkennung. Seine Publikationen behandeln schwerpunktmäßig die Parallelität von Denk- und Bildformen. Inspiriert von der modernen Kunst entstanden erste Lyrikbände in Arnheim. Nach der Pensionierung verlegte Kotte seinen Wohnsitz nach Düsseldorf, wo er sich, nun in deutscher Sprache, vollends der Poesie widmete.

Blueberry hill

Cover »Blueberry hill«

Wouter Kotte

Blueberry hill

Liebesgedichte

Mit Bildern von Werner Reuber

Broschur
ISBN 3-932005-16-3
LP 18,— €

Aquarell von Werner Reuber (1999)

Werner Reuber: Aquarell
aus dem Zyklus Herzen (1999)

Die zweite Sintflut

Cover »Die zweite Sintflut«

Wouter Kotte

Die zweite Sintflut

Mit 6 Bildern von Alfred Hrdlicka

Broschur
ISBN 3-932005-10-4
LP 17,— €

Alfred Hrdlicka: »Geißelung« (1996)

Alfred Hrdlicka: Geißelung (1996)
Radierung

Damit die Ewigkeit fünf Sekunden länger dauert

Der Gedichtband Blueberry hill des Lyrikers Wouter Kotte thematisiert aus nächster Nähe ein weites Feld: die Liebe. Seine Lyrik macht eifersüchtig ohne Mißgunst. Kotte komponiert die Texte nahezu ausnahmslos ohne Reim, vielfach in Form von drei Strophen mit einer jeweils unterschiedlichen Zeilenanzahl angelegt. Wo die Sprache aus lauter leiser Liebe zuweilen versagt, weil Empfindungen zuweilen Empfindungen ohne Worte bleiben, entwickelt und entwirft Kotte künstlerische Wortbilder, male­risch, metaphorisch, mitteilsam. Sie ermöglichen sinnlich wie wahrnehmungslustig den Einblick in eine menschliche Tiefe.

Bisweilen lese ich Kottes Gedichte wie ich Kunst­werke betrachte in einer Ausstellung oder einem Museumssaal. Bei manchen Bildern hält man inne, andere übergeht man achtlos ohne Anteilnahme – keine Idee zum Brückenschlag – wieder andere wirken urplötzlich wie sonderbare Spiegel eigener Befindlichkeit. So raube ich mir für die Wechselausstellung meiner Phantasie die wunderbar paradoxe Formulierung aus der Sammlung Blueberry hill: »Damit die Ewigkeit fünf Sekunden länger dauert.«

Joachim Rönneper

Eselsohr & Silberlocke

Cover »Eselsohr & Silberlocke«

Eselsohr & Silberlocke

Herausgegeben und mit Zeichnungen von
Rose Packebusch
Nachwort von E. Günther Rehse

96 Seiten, Abbildungen
Klappenbroschur, 16 × 23 cm
Im Umschlag steckt ein Lesezeichen
ISBN 3-932005-32-5
Die Normalausgabe ist vergriffen. Die Sonderausgabe mit einem gezeichneten Lesezeichen kostet 29,80 €

Lesezeichen sind Lebenszeichen

Aus dem Inhalt: Rose Packebusch, Zehn Pfennig:
Wie die zwei Seiten einer Medaille halte ich mein erstes Lesezeichen, das ich vor 29 Jahren im Prenzlauer Berg für zehn Pfennig kaufte, in der Hand, einen weißen Papierstreifen, beidseitig bedruckt und schmucklos.

Die eine Seite:
Befiehl
dem Herrn
deine Wege
und hoffe
auf ihn;
er wird’s
wohl machen.

Psalm 37,5
Die Rückseite fordert auf:
Nicht müde
werden
sondern
dem Wunder
leise
wie einem
Vogel
die Hand
hinhalten

Das nächste Projekt

»Herzlich danke ich allen Beteiligten für einen Anfang, der hier mit offenem Ende von ihnen gemacht wurde.« Dieser Satz der Herausgeberin hieß für Arachne, an diesem Netz weiter zu knüpfen. Seit dem Erscheinen des Buches hat es wiederholt Aus­stel­lungen und Lesungen in Köln, im Ruhrgebiet und auf der Insel Hiddensee gegeben, bei denen Leser, Lesezeichen-Liebhaber und Sammler in Kontakt kamen. Inzwischen liegen wieder eine Reihe schöner Texte vor. Und vielleicht gibt es auch bald ein zweites Buch über Eselsohren und andere Lese-Zeichen …

Rose Packebusch

Rose Packebusch

Rose Packebusch

  • 1955 in Packebusch bei Salzwedel (Altmark) geboren.
  • Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Apothekerin arbeitet sie als Autorin und Künstlerin und hat seit 1994 kontinuierlich Ausstellungen und literarische Veranstaltungen.
  • Sie lebt in Köln.

Vergangene Sommer

Cover »Vergangene Sommer«

Eri Krippner

Vergangene Sommer

Prosa und Lyrik

Klappenbroschur
92 Seiten
ISBN 978-3-932005-61-9
LP 12,80 €

15 Ereignisse sind in diesem Buch dar­ge­stellt; manche werden dramatisch lebens­nah erzählt, in anderen ergänzt die Phan­tasie Reales mit Fiktion. So erlebt sich die Studen­tin Eva in Paris als Camille, die Wahr­neh­mungen des Erzählers der Echsen­frau sind virtuell, und die Rea­li­tät der Tage in Nizza vermischt sich mit einem Traum.

Vergangene Sommer – der Titel lässt Melan­cholie auf­kommen und Gedanken an Ver­gäng­lich­keit, an gelebtes Leben. Um so mehr ist man am Ende des Buches umfangen vom heiteren, ermuti­genden Grund­ton der Erzäh­lungen.

Adam hin – Eva her

Cover »Adam hin – Eva her«

Eri Krippner

Adam hin – Eva her

Prosa und Lyrik II

Klappenbroschur
92 Seiten
ISBN 978-3-932005-71-8
LP 12,80 €

»Wie schon in ihrem letzten Buch Ver­gangene Sommer entführt uns Eri Krippner auch ins Milieu der Künstler. Erneut tritt ›Asmus‹ auf: zuerst als Opfer einer Fan-Invasion in seinen ›Elfen­bein­turm‹, dann als eifer­süchtiger Gefährte, den ein Bein­bruch lahm­legt. Oder es werden die ab­grün­digen Er­fah­rungen eines Malers seziert, der eine Schaffens­krise mit Alko­hol be­kämpft. Immer wieder gelingt es Eri Krippner, Momente schein­barer Stagnation in dichte existen­tielle Stimmungs­bilder zu ver­wandeln. Durch die subtile Ver­schränkung von Außen­wahr­nehmung und Phan­tasie bekommen sie eine eigene Dynamik. Ihre große Stärke liegt in der Kom­bi­nation von sprach­licher Prä­zision und Un­auf­dring­lichkeit. Adam hin, Eva her ist ein Buch, das viele ver­un­sichernde Über­raschungen bereit­hält …« (Aus dem Vorwort von Christoph Vormweg)

Eri Krippner

Eri Krippner

Eri Krippner

vielseitig begabte Künst­lerin und inter­essierte Beob­ach­terin indi­vidu­eller gesell­schaft­licher Ereig­nisse, wurde in Nürn­berg geboren, stu­dierte dort Malerei/Grafik, bevor sie in Werbe­agen­turen in München und Ham­burg tätig war. Dazwischen lebte sie ein Jahr in Genf. Später war sie Kunst­päda­gogin am Mataré-Gymna­sium in Meer­busch.

Eri Krippner ent­wickelte für NAEF das Holz­spiel-Objekt Papillon und für die Stadt Meer­busch das ART-MEMO. Die Autorin ist ebenso eine enga­gierte Foto­grafin und Malerin. Düssel­dorf und Meer­busch, das Museum Zoons und das Hein­rich-Heine-Insti­tut besitzen Werke von Eri Krippner.

Japanische Kirsche im Mai

Rosarote Tücher liegen
unter Bäumen auf dem Kirchhof
hüllen Gräber ein und Steine
gleich verhängten Möbeln

Blütenschnee der Japankirsche
wie in alten Kaisergärten
heiter hier auf ernstem Friedhof
dämpft die Trauer und den Schritt.

(Aus: Eri Krippner, Vergangene Sommer)